Das Thema Kryptowährungen ist in aller Munde. Es vergeht kaum ein Tag ohne neue Meldungen über neue Kursrekorde beim Bitcoin. Jeder kennt die Geschichten von Bekannten, die mit kleinem Einsatz reich geworden sind.  Viele möchten auf den Zug aufspringen, zögern aber, weil sich der Bitcoin Kurs im Jahr 2017 knapp verachtfacht hat und niemand weiß wie lange diese Rally noch anhalten wird. Alles auf eine Karte zu setzen ist mit hohem Risiko verbunden, die unweigerlich mit überdurchschnittliche Renditen einhergehen.

Überdurchschnittliche Performance bei Altcoins

In der Konsequenz setzen viele Anleger auf die sogenannten Altcoins. Das sind alternative Kryptowährungen, die technologisch ähnlich funktionieren, aber unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen. So unglaublich es klingt, mit einigen Altcoins wurden in diesem Jahr noch viel höhere Renditen erzielt als mit Bitcoin. Wer z.B. Anfang 2017 in Ethereum investiert hat kann sich über eine Rendite von knapp 2500% erfreuen.

Bitcoin zur Zeit deutlich stärker

Dennoch bleiben die Altcoins spannend. Entwickeln sich gewöhnlich Altcoins und Bitcoins in die gleiche Richtung, hat sich der Bitcoin in den letzten Wochen zu einer Solo-Rally verabschiedet und erstmals die 5000€ Marke durchbrochen. Die meisten Altcoins haben hingegen im Wert verloren. Die wahrscheinlichste Erklärung ist der Bitcoin-Fork am 24. Oktober 2017 (genauer ab Block 491407). Hier spaltet sich die Blockchain und zu jedem Bitcoin entsteht zusätzlich ein  Bitcoin Gold Coin (kurz BTG), der jedem Besitzer von Bitcoin zu diesem Zeitpunkt automatisch zugeteilt wird. Die Aussicht auf diese Extra-Dividende lässt den Kurs steigen. In der Vergangenheit haben die Altcoins auf solche Phasen stets mit deutlichen Kurssprüngen reagiert, so dass jetzt wieder ein guter Zeitpunkt gekommen scheint um zu investieren.

Mit verschiedenen Coins das Risiko streuen

Die Performance einzelner Altcoins schwankt teils erheblich, die Entscheidung in welche Coins investiert werden soll ist nicht trivial. Eine beliebte Strategie ist regelmäßig in verschiedene Coins zu investieren, z.B. jeden Monat in die zehn größten Kryptowährungen. Die Idee dahinter ist sich gegen eventuelle Fehlgriffe abzusichern, da kontinuierlich und gestreut investiert wird. Glaubt man an eine positive Entwicklung des Gesamtmarktes, können so immer noch überdurchschnittliche Renditen erzielt werden. Selbst zu Hochzeiten des Neuen Marktes, in der viele Aktien rasant gestiegen sind, wurde nicht mal ein Bruchteil der Renditen erzielt, die zur Zeit im Kryptoumfeld beobachtet werden.

Aber was ist eigentlich ein Altcoin?

Diese Logik scheint so plausibel, so dass eine nahliegende Frage gerne ausgeblendet wird. In was investiert man da eigentlich genau? Viele Investoren können diese Frage nicht oder nur unzureichend beantworten.Treu der alten Börsenweisheit Gier frisst Hirn wird einfach blind alles gekauft, in der Hoffnung etwas Gutes wird schon dabei sein.  Im Fall von Bitcoin ist die Sache noch relativ klar. Als Währung und Zahlungsmittel entworfen, kann man Bitcoins besitzen und transferieren. Bei den Altcoins die Antwort schnell etwas komplizierter ausfallen. Einige ähneln Bitcoin, andere verfolgen eine komplett unterschiedliche Zielsetzung und manche dienen per Definition überhaupt nicht als Spekulationsobjekt, was natürlich längst nicht alle Investoren abschreckt. Zu diesem Zweck wurde die Coinscout Serie ins Leben gerufen. Coinscout Artikel analysieren einzelne Altcoins, erklärt deren Aufbau und Funktionsweise. So soll klar werden, was man als Gegenleistung für eine Investition erhält und eine Hilfestellung bei der Abschätzung des Kurspotentials geben. Denn die allein ist schon schwierig genug. Oder wieso sollte etwas 5000€ wert sein, nur weil man es besitzen und transferieren kann? 😉

 

Teilen.

Über den Autor

Hinterlasse einen Kommentar