MACD

Letzte Aktualisierung am 30. März 2018 um 18:11

Der MACD-Indikator (Moving Average Convergence Divergence) ist ein sehr verbreiteter Trendfolge-Momentum-Indikator. Was das bedeutet und wie man diesen Indikator in der Praxis einsetzt, klären wir hier im Überblick.

Moving average convergence divergence (MACD)

Der MACD stellt die Beziehung zwischen zwei gleitenden Durchschnitten dar. Um den MACD zu berechnen werden der 26-Tages exponentielle Durchschnitt und der 12-Tages exponentielle Durchschnitt voneinander abgezogen. Der 9-Tages exponentielle Durchschnitt des MACD wird dann „Signallinie“ genannt und über den MACD gezeichnet. Dieser Durchschnitt dient dazu Kauf- und Verkaufsignale zu identifizieren.

MACD – Schritt für Schritt

Um den MACD zu interpretieren, gibt es drei Methoden:

  1. Überschneidungen
  2. Abweichungen
  3. Anstieg

1. Überschneidungen

Fällt der MACD unter die Signallinie, handelt es sich um eine Verkaufssignal. Steigt der MACD jedoch über die Signallinie, beudeutet das im Gegnzug ein Kaufsignal. Damit kann ein sogenannter „Fake Out“ vermieden werden. Das Paradebeispiel eines Fake Out zeigen wir in der Chartanalyse von Bitcoin hier.

2. Abweichungen

Wenn der Preis eines Handelsinstruments, wie BTC/USD, vom MACD stark abweicht, signalisiert das das Ende eines Trends.
Steigt der Preis von Bitcoin immer weiter, während der MACD abfällt ist dies ein solches Trendende-Signal.
Umgekehrt trifft dies auch zu, wenn der Preis fällt und der MACD ansteigt. Händler und Investoren nutzen diese Signale in Verbindung mit weiteren Indikatoren, um Gelegenheiten zum Handel im Markt zu finden.

3. Starker Anstieg

Man spricht von einem starken Anstieg des MACD, wenn der kürzere gleitende Durchschnitt (12 Tage) sich vom längeren gleitenden Durchschnitt (26 Tage) überproportional entfernt. Dies wird bei Händler als Signal gewertet, dass der Markt überkauft ist; also der letzte Preisanstieg nicht gerechtfertigt ist ud die Preise sich bald wieder dem Normalniveau angleichen werden.