Bid:Ask-Spread

Letzte Aktualisierung am 30. März 2018 um 18:09

Ein wichtiger Begriff beim Handel mit Wertpapieren und Währungen – insbesondere Kryptowährungen – ist der Spread. In jedem Markt existieren Spreads, sei es im Aktien-, Anleihen- oder Fremdwährungsmarkt. Was also bedeutet Spread im Kontext des Kryptohandels? Wir definieren Spread kurz und knapp und geben Hinweise worauf man bei Kauf und Verkauf achten muss.

Was also ist ein Spread?

Spread wird definiert als der Preisunterschied zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis eines Wertpapiers bzw. einer Währung wie in unserem Falle Kryptowährungen. Im professionellen Handel wird dieser Unterschied auch Bid:Ask-Spread genannt. Der Spread ist neben den Transaktionskosten der maßgebliche Einflußfaktor wieviel eine Handelsorder einen Investor bzw. Händler kostet.

Wie berechnet man einen Spread?

Nehmen wir an die Währung Bitcoin steht bei der amerikanischen Börse Bittrex für 15.000 Euro, 15.200 Euro und15.500 Euro zum Verkauf in den Orderbüchern. Das bedeutet ein Händler kann jederzeit eine oder alle der Verkaufsorders annehmen und für die genannten Preise die jeweils angebotete Menge Bitcoin kaufen.
Auf der anderen Seite stehen bei Bittrex in den Orderbüchern drei Kaufangebote für Bitcoin bei 14.000 Euro, 14.500 Euro und 14.900 Euro. Ein Händler kann also seine Bitcoin jederzeit ein Kaufangebot annehmen und zu den Kaufpreisen seine Bitcoin verkaufen.

Um nun den Spread zu berechnen, nimmt man die letzte Kaufsorder und die letzte Verkaufsorder, also 14.900 Euro und 15.000 Euro, und berechnet die Differenz. Der Spread in unserem Beispiel beträgt also 15.000 Euro – 14.900 Euro, also 100 Euro.

Was bedeutet der Spread für den Handel mit Kryptowährungen?

Der Spread ist die Differenz aus An- und Verkaufspreis, wobei die Abweichung vom letzten quotierten Preis eines Wertpapiers die effektiven Kosten für den Händler darstellen. Je nachdem wieviel Liquidität in einem Markt existiert, also wie stark Kauf- und Verkaufspreise sich unterscheiden, gibt es einen höheren oder niedrigeren Spread. Demnach sind die Kosten für einen Handel höher oder geringer, da der letzte quotierte Preis immer aus dem Durchschnitt zwischen An- und Verkaufspreis berechnet wird.

 

Liegen die An- und Verkaufsorders in den Orderbüchern nahe beieinander, so hat der Händler nur einen geringen Spread und damit einen geringen Verlust bezogen auf den letzten Preis.

Wie setze ich das konkret im Handel mit Krypto um?

Neben dem Spread zwischen An- und Verkaufspreisen auf einer Börse, sind natürlich die tatsächlichen An- und Verkaufspreise auf einer Börse für den Händler entscheidend. Nehmen wir an, ich möchte einen Bitcoin verkaufen und der letzte quotierte Preis auf Bittrex liegt bei 14.950 Euro mit einem Ankaufspreis, dem sogenannten Bid, von 14.900 Euro. Wird hingegen ein Bitcoin auf der Börse Bitfinex zu einem zuletzt quotierten Verkaufspreis von 15.000 Euro angeboten, macht es für den Händler Sinn seinen Bitcoin auf Bitfinex zu verkaufen, anstatt Bittrex. Ist der Spread hier allerdings höher als die 100 Euro auf Bittrex, läuft der Händler Gefahr die höhere Kauforder nicht zu füllen und zu einem potentiell schlechteren Preis zu verkaufen.

Fazit

Sowohl bei dem Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen sollte man auf en Spread und den tatsächlich zuletzt quotierten Preis achten und demnach entscheiden, auf welcher Börse man einen Coin kaufen bzw. verkaufen möchte.
Neben Spread und zuletzt quotiertem Preis sind letztendlich die Transaktionskosten entscheidend. Einen Überblick zu den größten Börsen und deren Preise bekommst Du beim Börsenüberblick.

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