Letzte Aktualisierung am 30. März 2018 um 18:09

Poloniex ist mit einem Handelsvolumen von rund 250 Millionen US-Dollar eine der größten Kryptobörsen. Sie ging im Januar 2014 online und wurde schnell zu einem der wichtigsten Seiten, um Kryptowährungen untereinander zu handeln. Ihren Sitz hat die Börse zwar im US-amerikanischen Wilmington im Bundesstaat Delaware, ist jedoch nicht durch die Behörden reguliert. Aber gerade für Nutzer, die kleinere Kryptowährungen handeln wollen, ist Poloniex von großem Interesse: Denn hier gibt es mit über 200 Handelspaaren eine große Auswahl.

Das Wichtigste auf einen Blick

Poloniex ist eine der größten Kryptobörsen auf dem Markt, die sich über die letzten Jahre eine gute Reputation erarbeitet hat. Zwar mehren sich in letzter Zeit immer häufiger Beschwerden von Nutzern über lange Abhebungszeiten und schlechten Support. Aber mit ihrem hohen Handelsvolumen gehört die Börse dennoch zu den wichtigsten.

Der gute Ruf der Börse ist auch auf den professionellen Umgang mit einem Hack im März 2014 zurückzuführen, nach dem die Nutzer langfristig entschädigt wurden. Der Gründer von Poloniex, Tristan D’Agosta, wendete sich damals sofort an die Öffentlichkeit und löste sein Versprechen ein, die Sicherheitsstruktur der Seite wesentlich zu verbessern. Ansonsten hält sich der Vorstand von Poloniex anonym, so dass über weitere Personalien nur wenig bekannt ist.

Für den Handel auf der Börse stehen neben übersichtlichen Charts noch Margin-Trading zur Verfügung, womit sich Poloniex auf wesentliche Optionen konzentriert.

Diese Währungen bietet Poloniex zum Handel an

Auf Poloniex können ausschließlich Kryptowährungen gegen Kryptowährungen gehandelt werden, Fiat-Geld wird nicht akzeptiert. Dafür stehen Nutzern mit über 80 verschiedenen Coins neben den großen Währungen auch viele Altcoins zur Verfügung. Diese können auf vier Märkten gehandelt werden: Bitcoin, Ethereum, Monero und USDT. Daraus ergeben sich über 200 Handelspaare, was Poloniex zu einer der umfangreichsten Kryptobörsen macht.

So benutzerfreundlich ist Poloniex

Poloniex bietet keine Auswahl zwischen einem Anfänger- und Fortgeschrittenenmodus sowie keine deutsche Menüführung. Allerdings ist die Benutzeroberfläche sehr übersichtlich gestaltet und bietet einen Überblick über die aktuellen Kurse, die vier Handelsmärkte sowie eine sogenannte „Troll Box“, in der direkt Fragen gestellt werden können. Die darin gegebenen Informationen sollten allerdings mit Vorsicht genossen werden, da jeder Nutzer hier schreiben kann. Die Trollbox wurde jedoch zu Stoßzeiten mit vielen Kundenanfragen ausgesetzt, damit sich die Moderatoren um ausstehende Kundenanfragen kümmern können.

Im Gegensatz zu anderen Kryptobörsen wie Gate.io stehen keine Mobile Apps für Poloniex zur Verfügung. Zwar gibt es hier Alternativen, die über die API der Kryptobörse funktionieren, allerdings sollte man hier sehr vorsichtig sein, da es sich um Angebote von Drittanbietern handelt.

So berechnet Poloniex die Gebühren

Die Gebühren fallen auf der Kryptobörse gering aus. Das Einzahlen von Coins ist kostenlos, für den Handel werden abhängig vom Volumen der Transaktion maximal 0,25% berechnet. Dabei liegen die Gebühren für Maker rund 0,1% unter denen für Taker. Will man Coins abheben, kommen zusätzliche Kosten auf den Nutzer zu: Diese hängen vom jeweiligen Coin ab und gehen nicht an Poloniex, sondern werden von den Netzwerken der Kryptowährungen erhoben.

Wie sicher ist Poloniex? 

Im März 2014, zwei Monate nachdem die Kryptobörse an den Start ging, fiel sie direkt einem Hacker-Angriff zum Opfer. Dabei wurden 12,5% der Bitcoin-Bestände gestohlen, aber gemeinhin wird der CEO und Gründer D’Agosta für den Umgang mit der Attacke gelobt: Er wandte sich direkt an die Öffentlichkeit und konnte durch ein kurzzeitiges Anheben der Gebühren die Verluste der Nutzer ausgleichen.

Seitdem wurde die Sicherheitsarchitektur der Seite stark verbessert und es kam zu keinem solchen Zwischenfall mehr. Ansonsten verfügt Poloniex über die üblichen Sicherheitsstandards: Es gibt jeweils eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung für den Login und das Abheben von Coins. Für letzteres ist außerdem eine zusätzliche E-Mail-Bestätigung notwendig. Die auf Poloniex gelagerten Coins sind laut eigenen Aussagen der Betreiber zu einem Großteil in einem Cold Storage gesichert, und die Seite werde rund um die Uhr nach ungewöhnlichen Aktivitäten gescannt. Die Aufbewahrung der Funds in Cold Storage gehört zu den höchsten Sicherheitsstandards, wie dies auch die Börsen Bitcoin.de oder Bittrex praktizieren.

Wie die Registrierung eines Kontos funktioniert

 Für ein neues Konto müssen zunächst nur E-Mailadresse, Vor-, Zuname und der Staat, in dem man wohnt, angegeben werden. Nach erfolgreicher Registrierung muss man sein Konto verifizieren, indem man weitere persönliche Angaben macht und seine Adresse sowie Telefonnummer angibt. Schließlich muss ein Scan des Personalausweises und ein aktuelles Foto, auf dem man seinen Ausweis hält, hochladen. Sobald die Verifikation abgeschlossen ist, verfügt man über ein tägliches Auszahlungslimit im Wert von 25.000 US-Dollar.

Will man ein noch höheres Abhebungslimit, kann man sein Konto auch auf eine dritte Stufe updaten. Allerdings ist nichts darüber bekannt, welche Dokumente dafür eingereicht werden und welche Angaben gemacht werden sollen. Für diese Informationen müssen sich Nutzer an den Support wenden.

Wie gut ist der Kundenservice?

Der Kundenservice auf Poloniex ist nur auf Englisch und per E-Mail verfügbar. Hier zeigt sich auch einer der größten Nachteile der Kryptobörse: Nutzer berichten seit langem über sehr lange Wartezeiten bis sie eine Antwort erhalten. So schreiben manche, dass es mehrere Monate gedauert hat, bis ihr Ticket bearbeitet wurde. Das kann insbesondere dann zu einem Problem werden, wenn das eigene Konto gesperrt wurde und Handel wie Auszahlungen nicht mehr möglich sind. Zwar steht ein (englischsprachiges) F.A.Q. zur Verfügung, aber das deckt nur grundlegende Fragen wie zu Gebühren oder Margin-Trading ab.

Die Vorteile auf einen Blick

Gerade Nutzer, die kleinere Coins mit geringerer Marktkapitalisierung kaufen wollen, werden auf Poloniex fündig. Die Börse hat sich über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet und gilt als weitgehend zuverlässig. Auch erhebt die Börse nur geringe Gebühren und achtet seit dem Hackerangriff umso stärker auf die Sicherheit der Nutzer.

Nachteile und bekannte Probleme 

Gerade für deutschsprachige Nutzer ist die ausschließlich Englische Benutzeroberfläche ein Minus. Bedeutender sind jedoch die vielen Berichte über den oftmals stark verzögerten Support. Hinzu kommen zum Teil lange Verifikationszeiten, will man sein Konto auf die nächsthöhere Stufe upgrade. Auch die Dauer, bis eine Auszahlung durchgeführt wird, kann Berichten zufolge länger dauern. Diese Bewertungen fallen allerdings mit dem Ansturm auf Kryptowährungen im letzten halben Jahr zusammen, weshalb noch offen ist, ob das Problem nicht bald gelöst wird.

In den Nutzungsbedingungen findet sich nur wenig Auffälliges. Allerdings sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Poloniex sich darin vorbehält, dass „Stop Orders“ gegebenenfalls und ohne Angabe von Gründen nicht ausgeführt werden.

Seit Anfang 2018 gibt es auch Gerüchte darüber, dass die Kryptobörse von Circle übernommen wird, eine App, mit der Beträge in verschiedenen Währungen versendet werden können. Bisher halten sich beide Seiten weitgehend bedeckt zu den Berichten und es ist auch noch unklar, was diese Übernahme für Poloniex bedeuten würde.

Weitere Fragen zur Anmeldung oder Nutzung von Poloniex? Einfach einen Kommentar hinterlassen und wir helfen gerne weiter! 

Hier gehts zur Schritt für Schritt Anleitung zur Registrierung bei Poloniex: Anmeldung bei Poloniex – Schritt für Schritt

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Über den Autor

Seit Jahren faszinieren mich Finanzmärkte. Leider hatte ich nie einen Zugang dazu und mir fehlte jemand, der mir zeigt, wie ich planbar damit Geld verdiene. Ich habe in Konzernen, der Politik und Start-Ups gearbeitet und habe viel gelernt, wie Unternehmen Geschäfte machen. Allerdings konnte ich dieses Wissen nicht für mich nutzen. 2014 bin ich auf eine Bitcoin-Konferenz gegangen und habe in Bitcoin investiert. Obwohl nun Bitcoin in aller Munde war, fand ich es krass, wie wenig meine Freunde und Bekannte über Kryptowährungen und die Blockchain wussten. Das wollte ich ändern und daraus ist TheCoinscout entstanden. Du willst mehr erfahren? Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe uns eine Nachricht!

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