Letzte Aktualisierung am 30. März 2018 um 18:09

LiteBit ist eine europäische Plattform für den Ankauf von Kryptowährungen mit Sitz in den Niederlanden. Es handelt sich dabei nicht um eine Börse im eigentlichen Sinne: Vielmehr werden Coins von LiteBit direkt an- und verkauft. Dieses Modell hat sich allerdings seit dem Start der Plattform im Jahr 2013 bewährt, und mit einem Handelsvolumen von rund 3,7 Millionen US-Dollar gehört LiteBit zu kleineren Kryptobörsen auf dem Markt. Insbesondere die vielen kleineren Altcoins, die hier angeboten werden, sind für Händler verlockend.

Das Wichtigste auf einen Blick 

LiteBit ist keine Kryptobörse im gewöhnlichen Sinne. Normalerweise stellen die Börsen eine Plattform für Käufer und Verkäufer von Kryptowährungen dar und nehmen Gebühren für den jeweiligen Handel. LiteBit hingegen kauft selbst Vorräte der angebotenen Coins an und verkauft diese für einen etwas höheren Preis an seine Kunden. Das ist an sich kein Nachteil, kann aber zu Problemen führen: Denn wenn der Vorrat an bestimmten Coins aufgebraucht ist, wird der Verkauf gestoppt, bis ein neuer Vorrat durch LiteBit angekauft wurde. Für Käufer kann das in Hinsicht auf den Preis der Coins problematisch werden, denn in der Zwischenzeit kann sich dieser stark ändern.

Wer es aber auf kleinere Altcoins abgesehen hat, kann bei LiteBit schnell fündig werden. Darunter sind auch die weniger bekannten Währungen, wie beispielsweise Gulden oder Myriad.

Die Seite steht auf Englisch und Niederländisch zur Verfügung, was für deutsche Nutzer ein Nachteil sein kann. Da aber nur europäische Länder unterstützt werden, kann man hier direkt mit Euro zahlen – ein großer Pluspunkt. Für fortgeschrittene Nutzer stehen keine erweiterten Handelsmöglichkeiten wie Hebel zur Verfügung. Hierfür sollte eher auf größere Börsen wie Kraken oder Poloniex zurückgegriffen werden.

LiteBit bietet seinen Kunden ein eigenes Wallet an, gibt aber keine Auskünfte darüber, wie die dort gelagerten Werte gesichert werden. Darüber hinaus unterstützt die Börse auch externe Wallets. 

Diese Währungen bietet LiteBit zum Handel an

Momentan können 54 verschiedene Kryptowährungen auf LiteBit gekauft werden. Darunter sind neben den großen Coins Bitcoin und Ethereum auch kleinere Altcoins, die auf anderen Börsen nur schwer zu finden sind. Gekauft werden können die Währungen mit Bitcoin und Euro.

So benutzerfreundlich ist LiteBit

Die Benutzeroberfläche von LiteBit ist sehr übersichtlich und schlicht gehalten. Zwar steht die Seite nur in englischer und niederländischer Sprache zur Verfügung, ist allerdings weitgehend selbsterklärend.

Will man Coins kaufen, wird einem ein einfaches Preis-Chart sowie grundlegende Informationen zur gewählten Währung und die beim Kauf anfallenden Gebühren angezeigt. Besonders interessant ist, dass man sogenannte „Price Alerts“ aktivieren kann. Tut man dies, wird man per E-Mail informiert, wann der ausgewählte Coin einen bestimmten Preis erreicht. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Kryptowährungen auf LiteBit tendenziell teurer sind als auf anderen Börsen, da hier zuvor gekaufte Coins an die Kunden direkt von LiteBit verkauft werden.

Besonders praktisch für deutsche Kunden ist, dass Coins nicht nur mit Bitcoin, sondern auch mit Euro gekauft werden können.

Zwar stehen keine Mobile Apps für LiteBit zur Verfügung, allerdings wird eine API angeboten, was einen Zugang über Drittanbieter ermöglicht. Aber hier ist Vorsicht geboten, da LiteBit nicht für die Sicherheit dieser Apps garantieren kann.

Um Geld auf sein Konto zu überweisen, steht die Zahlung mit Kreditkarte oder PayPal leider nicht zur Verfügung. Entweder man greift auf das klassische GiroPay zurück und zahlt die entsprechenden Bankkosten, oder man nutzt den Service von SOFORT-Überweisung. Aber auch hier kommen Extrakosten auf den Nutzer zu, allerdings nicht die Wartezeit, die mit einer Banküberweisung einhergeht. Mit „LiteBit Credit“ steht eine der Börse interne Zahlungsmethode zur Verfügung, mit der keine weiteren Transaktionskosten einhergehen.

So berechnet Litebit die Gebühren

Auf LiteBit fallen mehrere Zusatzkosten für Händler an: Zum einen müssen Transaktionskosten gezahlt werden sowie von den jeweiligen Coins abhängige Gebühren. Diese sind leider nirgendwo transparent einsehbar, sondern werden einem erst bei der Kaufabsicht angezeigt. Diese Gebühren hängen auch von der Menge der Coins ab, die gekauft werden sollen.

Wie sicher ist LiteBit?

Mit der Zwei-Faktoren-Authentifizierung entspricht die Sicherheit auf LiteBit den gängigen Standards von Kryptobörsen. Allerdings kam es 2017 zu zwei großen Hackerangriffen innerhalb eines Monats. Dabei wurden keine Wertbestände gestohlen, sondern persönliche Nutzerdaten wie Namen, Bankverbindungen und Adressen. LiteBit hatte daraufhin nach eigenen Aussagen die Sicherheitslücke behoben und sich selbst direkt vorsorglich an die jeweiligen Banken gewandt. Durch diesen Umgang mit dem Angriff sowie die lange Zeit, die es LiteBit bereits als Plattform für den Kryptohandelt gibt, gilt die Börse als stabil und vertrauenswürdig. 

Wie die Registrierung eines Kontos funktioniert

Um ein neues Konto zu eröffnen, muss man seinen vollen Namen, E-Mailadresse, ein Passwort sowie das Land, in dem man lebt, angeben. Anschließend muss die E-Mailadresse verifiziert und eine Telefonnummer angegeben werden. Ist diese ebenfalls bestätigt worden, kann der Handel auf der Tier-1-Stufe beginnen. Wer keine Telefonnummer angibt, kann täglich Werte bis zu 75 Euro handeln. Auf Stufe 1 sind 350 Euro möglich; Stufe 2 erfordert einen Adressnachweis und ermöglicht einen täglichen Handel mit bis zu 500 Euro; für die letzte Stufe muss eine Ausweiskopie hochgeladen werden, allerdings sind dann tägliche Summen von bis zu 35.000 Euro möglich. Allerdings berichten viele Kunden darüber, dass die Gebühren bei einem entsprechend großen Handelsvolumen auf höheren Verifikationsstufen auch recht hoch werden. Welche Beträge dann auf einen zukommen, lässt sich leider nirgendwo einsehen.

Wie gut ist der Kundenservice

Der Kundenservice ist via Telefon und E-Mail erreichbar, allerdings nur in englischer und niederländischer Sprache. Die übrigen Börsen wie Coinbase, Kraken, Poloniex oder Gate.io sind nur über Email erreichbar. Ungewöhnlich für Kryptobörsen sind zudem die Bewertungen, die Nutzer dem LiteBit-Support geben: Die meisten Kunden sind sehr zufrieden und berichten, dass ihre Probleme schnell und kompetent gelöst wurden.

Die Vorteile auf einen Blick

LiteBit ist eine sichere Plattform für den An- und Verkauf von Kryptowährungen, die insbesondere für Händler interessant ist, die kleinere und unbekanntere Coins kaufen wollen. Dass Coins direkt mit Euro gekauft werden können, ist natürlich für deutsche Nutzer ein großer Vorteil. Ebenso spricht der gute Kundensupport für LiteBit, auch wenn dieser nicht in deutscher Sprache zur Verfügung steht. 

Nachteile und bekannte Probleme

Einer der größten Nachteile von LiteBit liegt in der intransparenten Gebührenordnung. Welche Extrakosten auf einen zukommen, sieht man erst, wenn man die gewünschte Menge an Coins ausgewählt hat, die man kaufen möchte. Hinzu kommen Gebühren und die Dauer für Banküberweisungen, da es keine Möglichkeit gibt, mit Kreditkarte zu zahlen. Auch die gelegentlichen Versorgungsengpässe mit manchen Coins können für Händler zu Problemen führen. Ebenso werden fortgeschrittene Nutzer erweiterte Optionen, wie den Handel mit Hebeln, vermissen.

Viele Nutzer beschweren sich auch über lange Transaktionszeiten, die sich in Einzelfällen auch über bis zu zwei Wochen hingezogen haben. Allerdings konnte hier, ebenfalls nach Aussagen von Nutzern, der Kundenservice oftmals weiterhelfen.

Weitere Fragen zur Anmeldung oder Nutzung von Litebit? Einfach einen Kommentar hinterlassen und wir helfen gerne weiter! 

Hier gehts zur Schritt für Schritt Anleitung zur Registrierung bei Poloniex: Registrierung bei Litebit.eu – Schritt für Schritt

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Über den Autor

Seit Jahren faszinieren mich Finanzmärkte. Leider hatte ich nie einen Zugang dazu und mir fehlte jemand, der mir zeigt, wie ich planbar damit Geld verdiene. Ich habe in Konzernen, der Politik und Start-Ups gearbeitet und habe viel gelernt, wie Unternehmen Geschäfte machen. Allerdings konnte ich dieses Wissen nicht für mich nutzen. 2014 bin ich auf eine Bitcoin-Konferenz gegangen und habe in Bitcoin investiert. Obwohl nun Bitcoin in aller Munde war, fand ich es krass, wie wenig meine Freunde und Bekannte über Kryptowährungen und die Blockchain wussten. Das wollte ich ändern und daraus ist TheCoinscout entstanden. Du willst mehr erfahren? Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe uns eine Nachricht!

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