Letzte Aktualisierung am 30. März 2018 um 18:09

Bitcoin.de ist die einzige deutschsprachige Kryptobörse mit Sitz in Deutschland. Die Börse genießt einen sehr guten Ruf, da sie mit der Münchener FIDOR Bank zusammenarbeitet. Dadurch unterliegen die Einlagen auf bitcoin.de dem Schutz des gesetzlichen Einlagensicherungsfonds. Die Börse gehört damit neben Coinbase weltweit zu einer der wenigen regulierten Bitcoin-Börsen. Eine Analyse von TheCoinscout.

Das Wichtigste auf einen Blick

Bitcoin.de führt auf seiner Börse Käufer und Verkäufer von Kryptowährungen in einem Marktplatz zusammen. Dabei legt bitcoin.de starken Fokus auf die individuelle Reputation des Käufers bzw. Verkäufers. Je mehr Transaktionen ein Händler mit positiver Bewertung abgeschlossen hat, desto besser wird sein Trust-Level. Das Trust-Level wiederum bestimmt die täglich und monatlich verfügbaren Limits. Entsprechend der Limits kann man in bestimmter Höhe Kryptowährungen kaufen und verkaufen, Gelder einlegen und auf ein Fiat-Konto auszahlen. Der Handel in Echtzeit ist nur für Kontoinhaber der FIDOR Bank via „Expresshandel“ verfügbar. Nutzer ohne ein FIDOR Konto müssen recht mühsam durch SEPA-Überweisungen ihre Transaktionen abschließen. Das kann unter bestimmten Umständen mehrere Tage dauern. Es ist daher empfehlenswert ein FIDOR Konto zu eröffnen,.

Diese Kryptowährungen können auf Bitcoin.de gehandelt werden

So Nutzerfreundlich ist die Börse

Die Börse bietet die grundlegenden Funktionen einer Handelsplattform. Jedoch ist Bitcoin.de auf dem ersten Blick wenig intuitiv. So muss nach dem Menüpunkt „Bitcoin Kaufen und Verkaufen“ gesucht werden. Desweiteren können Transaktionen an Bedingungen geknüpft sein. So fordern viele einen bestimmten Trust-Level oder eine Teilnahme am Express-Verfahren. Es ist nicht ganz einfach die Angebote entsprechend zu filtern.

Die Trust-Level auf Bitcoin.de

Um größere Transaktionen durchzuführen, benötigt man ein hohes Trust-Level. Dafür muss man ein bestimmtes Umsatzvolumen erreicht haben, sowie überwiegend positiv bewertet worden sein. Hier eine Übersicht unter welchen Vorrausetzungen ein bestimmter Trust-Level erreicht wird.

Bronze Silber Gold Platin
Verpflichtende 2-Faktor Authentifizierung Nein Ja Ja Ja
Anzahl erhaltener Bewertungen min. 5 min. 25 min. 100
Anteil positiver Bewertungen min. 80% min. 90% min. 95%
Handelsvolumen insgesamt min. 5.000,00 € min. 25.000,00 € min. 100.000,00 €
Max. Auszahlungen pro Tag 5.000,00 € 10.000,00 € 75.000,00 € 150.000,00 €
Max. Menge pro Kauf 2.000,00 € 10.000,00 € 50.000,00 € Keine Begrenzung
Max. Menge pro Verkauf 2.000,00 € 10.000,00 € 50.000,00 € Keine Begrenzung

Welche Gebühren Bitcoin.de berechnet

Die Marktplatzgebühren von Bitcoin.de belaufen sich auf 0,4%, unabhängig davon, ob man Market-Maker oder -Taker ist. Hinzu kommen die Netzwerkgebühr und etwaige Überweisungsgebühren, wenn man keinen Expresshandel via FIDOR Konto ausführt.

So sicher ist Bitcoin.de

Bis dato sind keine Nachrichten von gestohlenen Coins oder verlorenen Nutzerdaten bekannt. 98% der Coins werden von der Börse in Cold Storage aufbewahrt, wodurch ein Diebstahl sehr schwierig und gleichermaßen unwahrscheinlich ist. Die Börse nutzt eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung, darüber hinaus  sind alle Einlagen sind durch den Einlagensicherungsfonds bis zu EUR 100.000 gesichert.

Wie die Registrierung eines Kontos funktioniert

Zur Registrierung bei Bitcoin.de sollte man idealerweise simultan ein FIDOR Konto eröffnen. Andernfalls fallen sehr hohe Gebühren an und es kann eine lange Abschlussdauer für Transaktionen aufkommen. Die Eröffnung des FIDOR Kontos ist via PostIdent-Verfahren möglich, ebenso erlaubt Bitcoin.de ein PostIdent-Verfahren, wenn man sich entschließt die Börse ohne FIDOR zu nutzen.

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Wie gut ist der Kundenservice von Bitcoin.de

Der deutschsprachige Kundensupport via E-Mail ist sehr schnell und hilfreich – ein Telefonsupport existiert bis dato nicht. Viele Supportfälle können automatisiert gelöst werden, jedoch verlangt die Börse in bestimmten Fällen pauschale Gebühren, wie beispielsweise bei der Wiederherstellung eines Kontos bei verlorener Zwei-Faktoren-Authentifizierung.

Alle Vorteile der Börse

Der Einlagensicherungsfond ist einer der größten Vorteile von Bitcoin.de, insbesondere Eingedenk der Angriffe auf Börsen und Diebstählen von Coins in der Vergangenheit.

Die Zusammenarbeit mit FIDOR erleichtert die Verwendung von Bitcoin.de. Durch den Expresshandel werden Transaktionen ohne manuelles Zutun abgeschlossen und erhalten sofort eine positive Bewertung, die der Nutzer benötigt, um sein Trust-Level zu erhöhen und höhere Limits handeln zu können. Zudem verlangt die Börse keine Mindesteinlage, weshalb Einsteiger auch mit kleinen Beträgen ohne zusätzliche Kosten starten können.

Nachteile und bekannte Probleme

Bitcoin.de bietet keine Funktionen für Fortgeschrittene wie komplexe Chart- und Analysetools, Margin-Trading, Stop-Loss-Orders und für einen (teil-)automatiserten Handel notwendige Instrumente nicht verfügbar sind.
Die Börse verlangt zudem eine Mindesttransaktion von 30 Euro, dies sollte jedoch in den meisten Fällen keine Hürde darstellen. Bitcoin.de richtet sich vorrangig an Nutzer aus Deutschland, weshalb Einlagen auch nur in Euro eingezahlt werden können. Die Börse hat einen etwas höheren Spread im Vergleich zu anderen Kryptobörsen. Das bedeutet die Differenz zwischen der höchsten Kaufanfrage und dem niedrigsten Verkaufsangebot ist recht hoch. Das liegt an der vergleichsweise kleinen Anzahl aktiver Händler auf der Plattform.

Darüber hinaus bietet die Börse nur vier Währungen zum Handel an. Nutzer, die ein Portfolio aus Kryptowährungen aufbauen möchten, müssen dafür weitere Konten an anderen Börsen zu eröffnen. Anschließend werden die bei Bitcoin.de erworbenen Coins dann an die entsprechende Börse überwiesen um die Zielwährung zu kaufen.

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Über den Autor

Seit Jahren faszinieren mich Finanzmärkte. Leider hatte ich nie einen Zugang dazu und mir fehlte jemand, der mir zeigt, wie ich planbar damit Geld verdiene. Ich habe in Konzernen, der Politik und Start-Ups gearbeitet und habe viel gelernt, wie Unternehmen Geschäfte machen. Allerdings konnte ich dieses Wissen nicht für mich nutzen. 2014 bin ich auf eine Bitcoin-Konferenz gegangen und habe in Bitcoin investiert. Obwohl nun Bitcoin in aller Munde war, fand ich es krass, wie wenig meine Freunde und Bekannte über Kryptowährungen und die Blockchain wussten. Das wollte ich ändern und daraus ist TheCoinscout entstanden. Du willst mehr erfahren? Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe uns eine Nachricht!

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