Letzte Aktualisierung am 30. März 2018 um 18:09

Binance ist eine junge Kryptobörse, auf der ausschließlich Kryptowährungen zu günstigen Gebühren gegeneinander gehandelt werden können. Dem Gründer von Binance, Changpeng Zhao, steht ein großes Team zur Seite, das sowohl auf Erfahrungen aus der Finanzwelt wie auch aus der Welt der Kryptowährungen zurückblicken kann. Für Nutzer stehen neben der Website auch mobile Apps für Android und iOS zur Verfügung, die von dem Binance-Team selbst entwickelt wurden. Eine Analyse von TheCoinscout.

Das Wichtigste auf einen Blick

Binance ist eine noch junge Kryptobörse, die 2016 in Shanghai gegründet wurde. Nach einem erfolgreichen ICO, bei dem rund 15 Millionen US-Dollar eingenommen werden konnten, ging die Börse 2017 an den Start. Allerdings konnte sich Binance schnell als Handelsbörse für Kryptowährungen etablieren und ist mittlerweile mit rund 4,3 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung eine feste Größe. Insbesondere die Transaktionszeiten zählen zu den Stärken der Kryptobörse: Rund 1,4 Millionen Transaktionen können pro Sekunde ausgeführt werden. Jedoch hat die chinesische Regierung im November 2017 viele Börsen und Börsen-Apps schließen lassen, um den Markt um die Kryptowährungen regulieren zu können. Die Börse unterliegt mit ihrem Sitz in Shanghai der chinesischen Gesetzgebung. Sie hat angekündigt in Rechtssachen mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Was das konkret für die Kryptobörse und ihre Nutzer bedeutet, ist allerdings noch unklar.

Diese Währungen bietet Binance zum Handel an

Auf der Börse können Nutzer ausschließlich Kryptowährungen untereinander handeln und kein Fiat-Geld wie Euro oder US-Dollar einzahlen. Neben den bekannten großen Währungen, wie Bitcoin, Ethereum, Dash & Co. können Nutzer auf der Kryptobörse rund 100 verschiedene Altcoins kaufen. Alle Währungen können mit Bitcoin, Binance Coin, Ethereum und Tether gehandelt werden.
Besonders interessant ist, dass Bitcoin-Forks von Binance schnell aufgenommen werden – häufig sogar innerhalb von 24 Stunden.

So benutzerfreundlich ist Binance

Zwar ist der gesamte Kundensupport nicht auf Deutsch verfügbar. Allerdings kann die Benutzeroberfläche in deutscher Sprache angezeigt werden. Die Seite ist übersichtlich gehalten und bietet zwei verschiedene Modi zum Handel: Basic und fortgeschritten. Wer neu im Handel mit Kryptowährungen ist, sollte mit der Basic-Oberfläche starten. Hier werden einem direkt in Tabellen aktuelle Werte sowie die Transaktionshistorie der Börse angezeigt. Mittig sieht man den Kursverlauf der ausgewählten Währung, direkt darunter wird die Möglichkeit zum Handel gegeben. Im Fortgeschrittenen-Modus stehen einem weitere Analysetools für den Kursverlauf der Währungen zur Verfügung.

So berechnet Binance die Gebühren

Will man Coins auf seinen Account laden, muss man auf Binance keine Gebühren zahlen. Beim Handel fallen 0,1% des Transfervolumens als Gebühren an. Hier ist aber zu erwähnen, dass bei der Bezahlung mit der Hauseigenen Kryptowährung Binance Coin (BNB) oftmals Rabatte angeboten werden. Die Gebühren für das Abheben von Coins sind abhängig von der jeweiligen Währung, ebenso gilt das für die Mindestmenge an Coins, die abgehoben werden müssen. Alles in Allem ist die Börse dennoch wesentlich günstiger wie Bitcoin.de, Coinbase oder Kraken.

Wie sicher ist Binance?

Um seinen Account abzusichern, bietet Binance sowohl die Zwei-Faktoren-Authentifizierung (2FA) wie auch die Verwendung des Google Authentificators an. Eine der beiden Methoden muss aktiviert werden, um ein Konto eröffnen zu können. Europäische Nutzer müssen auf jedoch auf den Google Authentificator zurückgreifen, da die 2FA-Methode momentan nur mit chinesischen Telefonnumern möglich ist.
Laut eigener Angaben sammelt Binance Informationen über seine Nutzer und speichert diese auf seinen Servern, wie beispielsweise IP-Adressen.
Gehackt wurde Binance bisher nicht, was dafür spricht, dass die Sicherheitsarchitektur der Kryptobörse solide aufgebaut ist. Allerdings wird nirgendwo darüber Auskunft gegeben, wie und ob die Einlagen der Nutzer gesichert sind.

Wie die Registrierung eines Kontos funktioniert

Für die Registrierung muss ein Konto mit einer E-Mailadresse und einem Passwort eröffnet werden. Da für deutsche Nutzer die Zwei-Faktoren-Authentifizierung nicht zur Verfügung steht, muss schließlich der Google Authentificator genutzt werden.

Mit einem nicht-validierten Konto der Stufe 1 können pro Tag Werte in der Höhe von 2 BTC abgehoben werden. Wer höhere Beträge handeln will, muss ein Foto sowie einen Scan eines offiziellen Ausweisdokuments hochladen und auf eine Bestätigung durch Binance warten. Anschließend ist das Konto auf Stufe 2, womit Werte bis zu 100 BTC täglich abgehoben werden können. Weitere Stufen sind verfügbar – dafür muss Binance allerdings direkt kontaktiert werden.

Wie gut ist der Kundenservice?

Der Kundenservice auf Binance ist ausschließlich auf Englisch, Japanisch, Koreanisch und Chinesisch verfügbar und auch nur per E-Mail kontaktierbar. Die Bearbeitung der Tickets kann sich gerade bei vielen Nachfragen länger hinziehen – Mitte Januar brauchte es rund drei Tage für eine Antwort. Allerdings macht Binance auf seiner Support-Seite selbst darauf aufmerksam, dass es zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anfragen kommen kann und verweist auf seine umfangreiche F.A.Q.-Sektion. Diese ist allerdings ebenfalls nicht auf Deutsch, jedoch auch auf Englisch verfügbar.

Die Vorteile auf einen Blick

Binance kann mit geringen Gebühren und einer hohen Liquidität aufwarten. Auch die Sicherheitsarchitektur entspricht den wichtigsten Standards. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Geschwindigkeit, mit der neue Bitcoin-Forks aufgenommen werden. Auch der professionelle und bei geringer Auslastung schnelle Kundenservice ist ein großer Pluspunkt der Kryptobörse. Mit 1,4 Millionen Transaktionen pro Sekunde gehört Binance zu einer der schnellsten Börsen für Kryptowährungen.

Nachteile und bekannte Probleme

Leider lassen sich auf Binance keine Coins mit Fiat-Geld kaufen, weshalb zunächst eine andere Börse bemüht werden muss. Auch lässt sich nicht jede Kryptowährung mit jeder handeln. Als Referenzwährungen stehen nur Bitcoin, Ethereum, Tether und Binance Coin zur Verfügung. Ein Nachteil für deutsche Nutzer ist, dass die klassische Zwei-Faktoren-Authentifizierung hier nicht genutzt werden kann und auf den Google Authentificator zurückgegriffen werden muss. Damit ist nicht nur die Verwendung der eigenen Daten durch Binance unklar, auch Googles Privacy-Bedingungen muss zugestimmt werden.

Ein besonderes Risiko könnten die angekündigten Regulierungen durch die chinesische Regierung sein. Aber hier ist noch unklar, wie diese sich genau gestalten werden.

Weitere Fragen zur Anmeldung oder Nutzung von Binance? Einfach einen Kommentar hinterlassen und wir helfen gerne weiter!

Hier gehts zur Schritt für Schritt Anleitung zur Registrierung bei Binance: Anmeldung bei Binance – Schritt für Schritt

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Binance
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Über den Autor

Seit Jahren faszinieren mich Finanzmärkte. Leider hatte ich nie einen Zugang dazu und mir fehlte jemand, der mir zeigt, wie ich planbar damit Geld verdiene. Ich habe in Konzernen, der Politik und Start-Ups gearbeitet und habe viel gelernt, wie Unternehmen Geschäfte machen. Allerdings konnte ich dieses Wissen nicht für mich nutzen. 2014 bin ich auf eine Bitcoin-Konferenz gegangen und habe in Bitcoin investiert. Obwohl nun Bitcoin in aller Munde war, fand ich es krass, wie wenig meine Freunde und Bekannte über Kryptowährungen und die Blockchain wussten. Das wollte ich ändern und daraus ist TheCoinscout entstanden. Du willst mehr erfahren? Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe uns eine Nachricht!

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